Close
Photodiary: A Week By The Seaside

Photodiary: A Week By The Seaside

Rügen, Juli & August 2020

» Es ist elf Uhr Mittags als wir unsere Wohnung und Berlin hinter uns lassen und bei strahlend blauem Himmel Richtung Norden fahren. Der Weg aus der Stadt hinaus ist wie jedes Mal etwas beschwerlich, aber sobald wir auf der Autobahn sind, fallen die Kilometer bis zum Ziel im Sekundentakt. Als die Brücke, die die Insel mit dem Festland verbindet, am Horizont auftaucht, sitze ich bereits mit dem breitesten Grinsen auf dem Beifahrersitz. Noch kurz das Auto am Haus abstellen, schnell zum Strand spazieren und dann endlich wieder Sand zwischen den Zehen und die Meeresluft um die Nasenspitze spüren…

So kitschig es auch klingen mag, aber ans Meer zu fahren, fühlt sich für mich immer ein bisschen wie nach Hause kommen an. Das Meer hat einfach etwas unheimlich beruhigendes an sich. Sobald ich den weichen Sand unter meinen Füßen spüre, das Rauschen der Wellen höre und mir die salzige Meeresluft durch die Haare weht, macht sich in mir so ein angenehm warmes Gefühl breit. Man kann runterkommen. Man ist angekommen.

Mornings at Prora

Natürlich ist die Ostsee an sich kein Geheimtipp und gerade dieses Jahr ein beliebtes Ziel für den Sommerurlaub. Viele der schönen Strände sind daher verständlicherweise sehr voll, so dass man sich Gedanken über den richtigen Zeitpunkt eines Besuches machen und die wichtigen Regeln der Menschlichkeit einhalten sollte. Allerdings warten abseits der touristischen Orte auch ein paar weniger überlaufene Ecken. Und diese lohnt es sich zu erkunden.

Hinter den ehemaligen Kasernengebäuden in Prora hat man zum Beispiel ganz früh am Morgen den Strand beinahe für sich alleine. Eingerahmt von einer ganz eigenen Stilistik, ist dieser Teil von Binz konträr zum heile Welt Gusto des beliebten Ausflugsziels und überzeugt daher mit einem neuen, nicht weniger schönen Blick auf die Ostsee. Hier kann man die Morgensonne noch ganz in Ruhe genießen.

Day Trip: Kap Arkona

Der nördlichste Punkt Rügens ist eigentlich gar nicht der nördlichste Punkt Rügens. Dieser ist Gellort, etwas weiter nordwestlich. Kap Arkona mag dennoch um einiges bekannter sein, gilt es doch als die charakteristische Steilküste aus Kreide, die man mit der Insel Rügen in Verbindung bringt. Zwei Leuchttürme, die Königs- wie die Veilchentreppe und ein circa 4 Kilometer langer Spaziergang durch die Natur fassen den kleinen Ausflug nach Kap Arkona gut zusammen. Malerisch trifft es vielleicht ebenso.

Meer ist Urlaub für die Seele. Egal ob nur in einem Moment bei einem kurzen Blick auf die Wellen oder für einen ganzen Sommerurlaub und der Möglichkeit der Entspannung in dieser Zeit.

So begann jeder der neun Tage auf Binz mit einem Besuch am Meer – und meist endete auch der Tag mit dem Blick auf die sich verabschiedende Sonne am anderen Ende der Insel. Dazwischen lagen lange Spaziergänge durch die Natur, Sonnenstunden auf der Terrasse und das Freilassen von Gedanken.

Als “Glücksort” bezeichnen viele Rügen. Auch mein Vater nennt die Insel und insbesondere Binz seinen “Happy Place”. Mittlerweile weiß ich genau was er damit meint… Sea you soon!

1 comment

  1. Traumhaft schöne Fotos liebe Marie. Habe euren Trip schon auf deinem Instagram Kanal verfolgt und auch vom Meer geträumt 🙂 Ich hoffe, ich komme auch bald mal wieder an die Ostsee.

    Sonnige Grüße
    Izi

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Close